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Karstadt - Augen auf bei Bieterwahl! PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 26. Mai 2010

Oder: Wird die Kuh zweimal geschlachtet?
Mit Verwunderung nimmt DIE LINKE. Mönchengladbach die Äußerungen der Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raane auf. Diese hatte sich im "Deutschlandradio Kultur" für die Investoren Berggruen oder Highstreet ausgesprochen und dabei den Besitz an den meisten Karstadt-Immobilien von Highstreet als besonderen Vorteil herausgestellt.

Natürlich steht auch für DIE LINKE. Mönchengladbach die Rettung der Arbeitsplätze im Vordergrund und somit auch die Wahl eines Investors, der das Traditionsunternehmen nicht "auseinandergekloppt" und mit der Verscherbelung der Filet-Stücke kurzfristige Gewinne einfährt. Doch dann ausgerechnet auf Highstreet zu setzen, wirkt geradezu makaber, deswegen erinnert DIE LINKE. Mönchengladbach an zwei Fakten:

- Das Immobilien-Konsortium Highstreet hat als Mehrheitseigner die US-Investmentbank Goldman Sachs. Diese Bank hat von rund zehn Milliarden Dollar Staatshilfe profitiert und wenig später haben die Goldman-Führungskräfte rund 700 Millionen Dollar mit Aktienverkäufen verdient. "Dreister geht es kaum noch.", so Erik Jansen, finanzpolitischer Sprecher, "Da wurde die Hilfsbereitschaft der amerikanischen BürgerInnen direkt in bare Münze umgewandelt."

- Es war Goldman Sachs, die über "verschachtelte" und "undurchsichtige" Konstruktionen erst die Karstadt-Immobilien kauften und sie dann rückvermieteten. Erst dieser Deal hat der KarstadtQuelle AG den Todesstoß gegeben.

Wenn jetzt Karstadt vom Vermieter übernommen wird, dann ist das weder ein Zeichen von Einsicht, noch von Verantwortung. "Das ist lediglich ein Zeichen, dass sie noch nicht genug haben.", so Erik Jansen, "Sie haben begriffen, wie ihnen das System immer wieder neue Geschenke macht und wie sie es schaffen ein und die selbe Kuh gleich zweimal zu schlachten."

Für DIE LINKE. Mönchengladbach ist es richtig, dass die Kommunen ihren Teil dazu beitragen, die Arbeitsplätze zu sichern und auf die Gewerbesteuer verzichten. Doch für DIE LINKE. ist es auch klar, dass jetzt auf Bundes- und Europa-Ebene so einem Handeln wie im Fall Karstadt ein Riegel vorgeschoben werden muss. Dabei ist die Finanztransaktions-Steuer nur ein erster kleiner Anfang. Die Finanzmärkte müssen reguliert und transparenter werden und die Profiteure müssen über eine Millionärssteuer mit zur Kasse gebeten werden.

 
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