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Ratsinformationssystem - über Sicherheit und Kosten PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 18. Mai 2010

Das Ratsinformationssystem der Stadt Mönchengladbach hat am Montag den 17.04.2010 nach über zwei Monaten eine Sicherheitslücke geschlossen. Das Ratsinformationssystem ist von der Stadt erstmals 1999 von der Firma Provox gekauft worden und läuft erst seit Ende letzten Jahres nach längerer Pause wieder. So sehr sich DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt auch über die geschlossene Sicherheitslücke freut, so ärgerlich ist es doch, dass es so lange gedauert hat. "Leider konnte uns die Verwaltung nicht beantworten, wie viel das System die Stadt in all den Jahren gekostet hat", so Erik Jansen, Mitglied im Vergabeausschuss für DIE LINKE. Mönchengladbach.

Das Ratsinformationssystem hat die BürgerInnen und PolitikerInnen der Stadt viele Nerven gekostet, immer wieder funktionierte es nur teilweise oder gar nicht. Und noch immer haben die Mitglieder des Rates, der Bezirksvertretungen und der Ausschüsse keine Möglichkeit, sich im System anzumelden, um die nichtöffentlichen Beratungsvorlagen einzusehen. "Wie man hört, sind auch die Verwaltungsangestellten mit dem System nicht immer zufrieden", so Jansen weiter, "deswegen muss die Stadt als Kunde auf die Beseitigung der Mängel bestehen und auch Zahlungen entsprechend reduzieren. Doch wenn offenbar gar nicht klar ist, was das System an laufenden Kosten hat, ist wohl auch der Support und Wartungsanspruch nicht bekannt." DIE LINKE. Mönchengladbach wird weiter nachfragen um die Kosten festzustellen. "Es kommt langsam der Verdacht auf, dass hier kein funktionierendes System gekauft wurde, sondern wenige Städte hier einer Firma die Entwicklungskosten finanzieren", so Jansen, "und wenn das System dann endlich einen stabilen Status erreicht hat, wird es an weitere Kommunen verkauft. Dann würden mal wieder die BürgerInnen die Investition tragen, aber private Unternehmen die Gewinne einfahren."

Die Sicherheitslücke entstand durch mangelnde Überprüfung der Eingaben im Suchfeld und konnte für sogenanntes Phishing zum Abgreifen von Userdaten genutzt werden. Da das System auch noch in anderen Kommunen eingesetzt wird, so z.B. in Geldern und in diesen Kommunen scheinbar die Sicherheitslücke noch nicht beseitigt wurde, wird DIE LINKE. Mönchengladbach vorläufig keine Details zu der Sicherheitslücke veröffentlichen


Unabhängig von unser heutigen Pressemitteilung und der im Vorfeld gelaufenen Anfragen hat sich der Hersteller des Ratsinformationssystems, die Firma Provox, noch am 30.04.2010 mit einer eigenen Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewand. Überschrift:
"Aktueller Anlass: Ihre Daten sind bei uns sicher / Datenpanne bei einigen Verwaltungen mit Mitbewerberprodukt"
Ohne die Mitbewerber Produkte zu bewerten, diese angepriesene Sicherheit der Firma Provox kann durchaus in Frage gestellt werden.

 

 
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