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Merkel fiel aus, Oskar fiel auf! PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 6. Mai 2010

Am Montagabend (3.5.) erlebten über 300 BürgerInnen einen Abend mit Kultur und Politik, den DIE LINKE. Mönchengladbach auf dem Rheydter Marktplatz organisiert hatte. Während der zeitgleich am Nordpark geplante Auftritt von Angela Merkel vom Kreisverband der CDU kurzfristig abgesagt wurde, macht DIE LINKE. schon vor der Wahl deutlich, dass sie ihre Zusagen hält und sogar noch eine Schippe drauf legt. Neben dem angekündigten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine kam zusätzlich auch die NRW Spitzenkandidatin Bärbel Beuermann.

Life P.Doch bevor die 'großen Namen' die Anwesenden begeisterten, präsentierte DIE LINKE. Mönchengladbach ein Programm, dass mehr als nur Lückenfüller war. Zwischen den Reden spielten die Liedermacher Life P. und Faulenza mit Bassist Daniel. Mal mit witzigen Texten, mal mit kritischem Blues, wussten die Nachwuchskünstler zu begeistern. Abgerundet wurde das Kulturprogramm durch Poetry Slam mit Sekip Cengiz. Der Wortakrobat erzählte über die Tücken der modernen Kommunikation mit seinem Vater und hatte alle Lacher auf seiner Seite.

Hilmar Schulz, Mitglied im Studierendenparlament der Hochschule Niederrhein und Kandidat auf der Landesliste, berichtete vom Bildungsstreik und forderte die Abschaffung von Studiengebühren. Dabei machte er noch einmal deutlich, dass die Studiengebühren von SPD und Grünen unter dem Deckmantel Studienkonten eingeführt wurden und dann von Schwarz-Gelb zu allgemeinen Studiengebühren wurden.

Der Direktkandidat im Wahlkreis Mönchengladbach I, Hartmut Wessels, machte im Besonderen auf die Ungerechtigkeiten der Kopfpauschale aufmerksam. Ein Hartz IV im Gesundheitswesen dürfe es nicht geben, deswegen muss am 9. Mai die Mehrheit im Bundesrat gekippt werden. Mario Bocks, Direktkandidat im Wahlkreis Mönchengladbach II, wies auf die Bedeutung der Wahl am 9.5. hin: "Am Sonntag wird über Sozialabbau, Mitbestimmungsrechte, Arbeitsplatzverluste, Kopfpauschale, Bildungsarbeit, Hartz IV und Armut trotz Arbeit und Rente entschieden. Nur DIE LINKE. ist Garant, dass jeder und jede BürgerIn in NRW eine Stimme im neuen Landtag hat."
Weiter geißelte Bocks die Wirtschaftspolitik des ehemaligen Zukunftsministers, des "selbsternannten Arbeiterführers" und des "Che Guevara der christlichen Kreuzritter". Jürgen Rüttgers Wirtschaftsprogramm ist: Wer Geld hat, dem wird gegeben, wer keins hat, dem wird genommen.

Oskar LafontaineIn einer fast einstündigen Rede wies Oskar Lafontaine auf die Rot-Grünen Wurzeln der Agenda 2010 mit den Hartz IV Gesetzen hin. Unter riesigem Beifall forderte er, endlich den Einsatz deutscher Truppen im Krieg in Afghanistan zu beenden. Auf ironische Weise machte er die Käuflichkeit der anderen Parteien deutlich und schilderte ein Bild, wo die FDP mit Mövenpick Werbung, die CDU mit Aufdrucken der Deutschen Bank, die SPD mit Daimler Chrysler und die Grünen mit T-Shirts der Allianz in den Bundestag kommen.
Nur DIE LINKE ist nicht käuflich und würde dann als einzige Partei im Anzug dasitzen.

Zum Schluss standen Bärbel Beuermann und Oskar Lafontaine gemeinsam auf der Bühne und machten noch einmal klar: Jede Stimme für DIE LINKE ist eine Stimme für ein sozialeres und ökologischeres NRW. Alle waren sich einig, am Sonntag muss der schwarz-gelben Regierung die ROTE Karte gezeigt werden, deswegen mit Erst- und Zweitstimme: DIE LINKE.

 

(Alle Fots dieses Artikel sind von Peter Habicht)

Faulenza

Mario Bocks

Hartmut Wessels

 
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