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Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Angarsk PDF Drucken E-Mail
Freitag, 23. April 2010

Die LINKE Mönchengladbach zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe

Am Montag den 26. April 2010, jährt sich erneut der Tag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. „Die Mönchengladbacher LINKE sieht sich mit den Opfern der zahlreichen Atomunfälle weltweit solidarisch und ruft zur Teilnahme an den Protestdemonstrationen gegen die unverantwortliche Atompolitik in Nordrhein-Westfalen auf.“ erklärt Sabine Cremer, Sprecherin des Kreisverbandes und Mitglied im Umweltausschuss des Rates von Mönchengladbach.

Gleichzeitig ist für die Mönchengladbacher LINKE der diesjährige Jahrestag von Tschernobyl der Beginn einer Kampagne für die Errichtung einer Städtepartnerschaft mit der russischen, am Baikal-See gelegenen, Stadt Angarsk.

Bereits heute verbindet Angarsk und Nordrhein-Westfalen sehr viel. Tausende Tonnen von abgereichertem Atommüll, Uranhexafluorid (UF6), aus dem idyllischen nordrhein-westfälischen Städtchen Gronau, wurden in den vergangenen Jahren von Nordrhein-Westfalen direkt in das am Baikalsee gelegene Städtchen Angarsk gebracht, wo er in rostenden Fässern unter offenem Himmel die Gesundheit der Bevölkerung, vor allem der Kinder, bedroht. Dieser abgereicherte Atommüll ist auch chemisch gefährlich. Bei Kontakt mit Wasser oder Luftfeuchtigkeit setzt das UF6 Flusssäure frei, die lebensgefährliche Verätzungen verursachen kann.

Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Zusammenarbeit der Atomwirtschaft von Nordrhein-Westfalen und dem sibirischen Angarsk entschlossen sich die Angarsker Journalistin Swetlana Slobina, die für die Angarsker Stadtzeitung „Vremja“ arbeitet, und der Ratsherr der Mönchengladbacher LINKEN, Bernhard Clasen, in ihren Orten für die Einrichtung einer Städtepartnerschaft Mönchengladbach – Angarsk zu arbeiten. „Ich finde es sehr unbefriedigend, dass das einzige, was uns Nordrhein-Westfalen mit Angarsk verbindet, der nordrhein-westfälische Atommüll ist, der in Angarsk lagert. Wir sollten auch den Kontakt der Menschen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Bevölkerung am Baikal-See nicht zu kurz kommen lassen“ so Ratsherr Bernhard Clasen.

Swetlana Slobina Angarsk „Wir Bewohner von Angarsk wissen alle, dass es in Deutschland eine starke Protestbewegung gibt, die jedes Mal, wenn wieder abgereichertes Uranhexafluorid zu uns nach Sibirien geschickt werden soll, dagegen protestieren“ so Swetlana Slobina in einem Schreiben vom 22. April 2010 an die LINKE von Mönchengladbach. „Wir sind sehr beeindruckt vom Mut dieser Menschen, zeigen sie doch, dass es ihnen nicht gleichgültig ist, dass uranhaltiger Müll irgendwo weit weg von ihnen, in Angarsk, einem Ort, den sie wahrscheinlich nicht einmal kennen, gelagert wird. Deswegen ist es an der Zeit, einen menschlichen Kontakt zwischen uns und euch herzustellen, um so mehr voneinander zu erfahren.“ so die Angarsker Journalistin, die inzwischen auch bei den städtischen Behörden von Angarsk und in der Bevölkerung für die Idee der Städtepartnerschaft wirbt.

 
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