| Aktueller als gewünscht |
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| Freitag, 16. April 2010 | |
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Aktueller als gewünscht war die Veranstaltung „Den Krieg beenden - Frieden für Afghanistan!“ der Partei DIE LINKE. Mönchengladbach am 15.4. mit Inge Höger (MdB). Wenige Stunden zuvor waren weitere vier deutsche Soldaten in der Region Baghlan gefallen und fünf verletzt worden. Die Trauer um die gestorbenen Menschen und das Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer prägten den Beginn der Veranstaltung. Schon während der Planung überschatteten die Toten deutschen und Afghanischen Soldaten des Karfreitag den Besuch der Sprecherin für Abrüstungspolitik der Linksfraktion. Doch während andere Parteien diese Toten zur Argumentation nutzten, um weiteres schweres Rüstungsmaterial zu fordern stellte Inge Höger noch einmal klar: „Hier werden die Toten instrumentalisiert. Mehr und stärkere Waffen führen auch zu mehr Toten.“ Inge Höger, die auch Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, zeigte auf, wie sich die Zahl der Soldaten und der Toten seit dem von den USA im Jahr 2001 geführten Krieg gesteigert haben. Diese Spirale der Eskalation muss schnellstens gestoppt werden. Gerade die humanitären Hilfsorganisationen leiden schon jetzt unter der nähe zum Militär vor Ort. Das Misstrauen der Afghanischen Bevölkerung gegen die als Besatzer empfundenen Streitkräfte wächst, angesichts der rapide steigenden Zahl der getöteten Zivilisten wenig verwunderlich. Während die Zahl der 43 gestorbenen deutschen Soldaten und der über 900 gefallenen Amerikanischen Soldaten sehr klar benannt werden kann, gibt es keine zuverlässigen Zahlen über Zivile Opfer. Höger berichtete, dass Anfragen immer wieder als nicht beantwortbar offen blieben, weil angeblich Zivilisten und Aufständische nicht klar auseinander zu halten wären. Höger nannte die Planungen vom Entwicklungshilfeminister Niebel, Gelder an Hilfeorganisationen an eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Militär zu binden, genau den falschen Weg. Auch ein anwesender mit doppelter Staatsbürgerschaft (Afghanisch, Deutsch) bestätigte, der Krieg muss beendet werden und endlich der Aufbau beginnen. Höger untermauerte dies mit der Aussage von Oberst Klein, der im Untersuchungsausschuss sagte, er würde auch lieber Schulen und Brücken bauen. Am Ende blieb die Erkenntnis: Krieg ist keine humanitäre Hilfe! |
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DIE LINKE. MG 

