Castorwatch
Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach
Dienstags bis Freitags
von 10 - 12 und 16 - 18 Uhr
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Liebe Bürgerinnen und Bürger der Region Mönchengladbach! 2011 werden Atomtransporte, sog. „Castoren“, die Region Mönchengladbach verunsichern. 152 Castoren mit hochradioaktivem Müll des alten Jülicher Hochtemperaturreaktors sollen von Jülich in das Münsterländische Ahaus transportiert werden – ein Blick auf die Karte genügt, um zu erkennen, dass die Castoren auch durch die Region Mönchengladbach fahren werden. Ab März 2011 werden, so die Pläne von Atomwirtschaft, Bundesforschungsministerium und NRW-Wirtschaftsministerium, wöchentlich „1,25 Behälter“ nach Ahaus rollen. Die LINKE. Mönchengladbach ist über die Atompläne der Regierung im Allgemeinen und die Atomtransportvorhaben in der Region Mönchengladbach im Besonderen sehr beunruhigt. Hier steht die Gesundheit der Bevölkerung auf dem Spiel. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wo die Prioritäten liegen: laut Financial Times vom 18.12.2009 würde eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke einen zusätzlichen Profit von 193 Milliarden Euro ergeben. Profite sind offensichtlich wichtiger als eine saubere Umwelt. Vor dem Hintergrund der drohenden Castor-Transporte hat DIE LINKE. Mönchengladbach bereits am 8. Dezember 2009 eine Anfrage an die Mönchengladbacher Stadtverwaltung gerichtet. Dort hatte man sich mit der Beantwortung Zeit gelassen. Fast zwei Monate vergingen, bis Herr Kuckels, Stadtdirektor und –kämmerer, offensichtlich im Namen der Gestaltungsmehrheit, erklären konnte, dass die Stadtverwaltung keine Kenntnisse über anstehende Transporte habe. Nun, wenn die Stadt niemanden fragt, wird sie natürlich auch nichts wissen. Der Bürgermeister von Lünen hat aber in der Vergangenheit von der Bundespolizei die Zusage erreicht, dass er vorab informiert wurde. Es geht also, wenn man will. Über derart gefährliche Transporte müssten die Kreispolizei und die Kreisfeuerwehr immer informiert sein. „Es ist davon auszugehen, dass bei einem Unfall mit radioaktivem Material der Schutz der Bevölkerung gewährleistet ist“ schreibt Stadtkämmerer Bernd Kuckels, an Sabine Cremer, Vertreterin der LINKEN im Mönchengladbacher Umweltausschuss.
Und die Bitte, die Stadtverwaltung möge sich bei der Landesregierung gegen Atomtransporte, zumindest gegen die, die über das Stadtgebiet führen könnten, aussprechen, wird von Herrn Kuckels mit einem lapidaren: Diese unbeschwerte Herangehensweise der Gestaltungsmehrheit der Stadt Mönchengladbach an die Gefahren der Castortransporte empfindet DIE LINKE. Mönchengladbach als sehr beunruhigend. Wir werden in diesem und im nächsten Jahr sehr genau beobachten, wie die Gefahren der Atomtransporte durch die Region Mönchengladbach ernst genommen werden. Wir nehmen diese Gefahren ernst. Deswegen suchen wir den Kontakt zu möglichen Bündnispartnern gegen diese Transporte Mit unserer Seite „Castorwatch“ werden wir Sie regelmäßig informieren, über Neuigkeiten, Veranstaltungen, Stellungnahmen, Schriftverkehr mit der Stadtverwaltung etc. zum Castor und seinen Sponsoren.
Sabine Cremer, Mitglied des Umweltausschusses der Stadt Mönchengladbach für DIE LINKE
April 2010 - Demo Aufruf diverser Organisationen
27. Februar 2010 - Anfrage im Rat der Stadt (Umweltausschuss)
Februar 2010 - Flyer DIE LINKE. Mönchengladbach
24. Januar 2010 - Pressemitteilung: DIE LINKE. im Rat der Stadt Mönchengladbach
21. Dezember 2009 - Anfrage im Rat der Stadt (Umweltausschuss) |