Home arrow DIE LINKE. MG arrow Pressemitteilungen arrow Mit Ferrari noch schneller in die Klimakatastrophe?

DIE LINKE. MG

So erreichen Sie uns

Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Montag und Dienstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag und Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Montag und Freitag ist Sozialberatung

Weiterer Kontakt hier

Suche

Mit Ferrari noch schneller in die Klimakatastrophe? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 2. März 2010

LINKE gegen PR für schnelle Autos
Ferrari ist auf Welttour und macht Station in Mönchengladbach. Mit dabei als Sponsor und Unterstützer ist die Santander Consumer Bank und die Bürgermeisterin Zimmermanns (CDU). In einer Stafette mit einem Ferrari 599 fahren jeweils je zwei Fahrer rund 100 km lange Teilstücke und bringen so eine Replik der Formel-1-Trophäe sowie ein Santander-"Fan-Buch" nach Bahrain. Der einzige Stopp in Deutschland fand am 2. März vor der Unternehmenszentrale der Santander Consumer Bank statt, bei dem zum ersten Mal der Ferrari-Formel 1-Wagen der Saison 2010 zu  sehen ist. Die Santander Consumer Bank nimmt die Stafette zum Anlass, Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, die selbst eines der Teilstücke im Ferrari 599 absolvieren wird, fünf Schecks über je 599 Euro für gemeinnützige Zwecke zu überreichen.

Dieter BraegDie Mönchengladbacher LINKE hält wenig von einer weiteren Propagierung des Individualverkehrs, wie er in dem von Santander Bank und Bürgermeisterin Zimmermanns veranstalteten Event wieder einmal deutlich wird. „Stellen wir uns vor, im öffentlichen Verkehrssystem Deutschlands (Busse + Bahnen) würden jährlich 4160 Menschen ihr Leben verlieren. Was würde wohl geschehen? Der Druck der öffentlichen Meinung und der Medien zur Verbesserung der Situation wäre hoch, das Image des Öffentlichen Verkehrs wäre im Keller und die Leute würden diese Einrichtungen so weit wie möglich meiden.“ so Dieter Braeg, Bezirksvertreter im Stadtbezirk Süd für DIE LINKE. Mönchengladbach.

4160  Menschen verlieren pro Jahr im System des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) ihr Leben. Unser Siedlungssystem wurde im Verlauf von nur fünf Jahrzehnten weitgehend an den MIV angepasst. Der normale Familienalltag lässt sich ohne Kfz kaum mehr bewältigen. Wer daran zweifelt, der versuche, ein Kindergartenkind mittels Öffentlichem Nahverkehr oder zu Fuß in den Kindergarten zu bringen und dann noch rechtzeitig seinen Arbeitsplatz zu erreichen. Um ihre Kinder vor anderen Autos zu schützen, bringen viele Eltern daher ihre Sprösslinge mit dem Pkw bis vor die Schultür. Dies ist der aktuelle Zustand unseres Verkehrssystems auch in Mönchengladbach.
Sabine Cremer„Nur die Verlagerung zum öffentlichen Nahverkehr kann die durchschnittliche Todesrate nachhaltig reduzieren, die Umweltsituation verbessern und die Städte wieder begehbar machen.“ so Sabine Cremer, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. Mönchengladbach.

In Mönchengladbach jubelt man Ferrari und dem Formel-1-Irrsin zu. Es wird vom Presseamt gemeldet, dass Ferrari auf Welttour sei und in MG Station mache  – Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, die ebenfalls Mitglied im Umweltausschuss ist, nimmt an einer Stafette teil, die am 14. März Bahrain erreicht, weil dort die diesjährige Formel – 1 – Saison eröffnet wird, die wenig mit Sport und sehr viel mit Umweltzerstörung zu tun hat.

Die  Politik,  so fordert DIE LINKE. Mönchengladbach, egal ob als Gestaltungsmehrheit oder nicht, sollte auch in Mönchengladbach endlich damit beginnen, in der Verkehrspolitik die Wege in der Stadt als Lebensraum des Menschen zu begreifen.

 
< zurück   weiter >