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Biogasanlage bleibt Thema PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 12. Januar 2010

Ortsgruppe Rheydt beschäftigt sich weiter mit der geplante Biogasanlage in Wanlo

Das Treffen der Ortgruppe DIE LINKE. Rheydt vom Donnerstag 07.01.2010 war aufgrund des interessanten Schwerpunktthemas gut besucht. Zunächst mal gab es in der traditionellen aktuellen politischen Viertelstunde einen erneuten Sachstandsbericht zum Thema Pahlkebad, welches die Ortsgruppe bereits im Jahr 2008 beschäftigte. Danach wurde mit einem umfassenden Bericht von Martin Selt, Bezirksvertreter für die LINKE. MG im Stadtbezirk West, in das angekündigte Hauptthema des Abends, der geplanten Biogasanlage in Wanlo, eingestiegen.

In Mönchengladbacher Stadtteil Wanlo, welcher bereits eine Kompostieranlage  und einen Windkraftanlagen-Park beherbergt und nahe an das immer weiter fortschreitende Braunkohletagebaugebiet grenzt, soll laut Planungen der NVV eine Biogasanlage errichtet werden. Dort sollen jährlich 30.000 Tonnen Mais mit Rindergülle vergoren werden und das so gewonnene Biogas soll in das Energienetz der RWE eingespeist werden.

Grundsätzlich befürwortet die Partei DIE LINKE. regenerative Energien, welche weltweit wesentlich mehr gefördert werden sollten. Jedoch sind bei diesem Projekt noch viele wichtige Fragen offen, die u. a. im Hinblick auf Sicherheit und Standortverträglichkeit im Vorfeld dringend geklärt werden müssen.

„Die Bauern der Umgebung müssen lauf Planung auf ihren Feldern mindestens 300 Hektar für Mais zur Verfügung stellen, diesen zur Anlage transportieren und anschließend die Gärreste dort abholen, die dann wieder auf den Feldern landen.“, so Martin Selt und folgert daraus „Damit wird eine Monokultur aufgebaut, Lebensmittel werden vernichtet und die Verkehrsbelästigung für die Anwohner in unmittelbarer Nähe der Anlage immens erhöht.“ Aus seinem Bericht ging ebenfalls hervor, dass wegen der Rücknahme der Gärrest und Wiederverwendung auf den Feldern nur Gülle von Rindern benutzt werden darf, die nicht mit antibiotikahaltigem Futter ernährt wurden. Daraus ergibt sich automatisch die Frage, ob es auch Auflagen zur Verwendung von nicht genmanipuliertem Saatgut für den verwendeten Mais gibt. Außerdem gehen von solchen Anlagen durchaus Gefahren durch Verpuffung der Gärgase aus. „Wie funktioniert eigentlich der Anschluss an das Energienetz der RWE, evtl. durch unterirdische Pipelines?“, wollte Sabine Cremer, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. MG, wissen. „Durch den nahen Tagebau ist diese Gegend äußerst erschütterungsbelastet und darum wäre es wichtig, zu erfahren, welche Gefahren für die Bevölkerung von undichten Leitungen ausgehen können.“, so Sabine Cremer weiter.

Mit diesen und vielen anderen Fragen und Problemen in diesem Zusammenhang, wie auch, welche Motivation die NVV für den Bau einer solchen Anlage hat, und ob die beteiligten Unternehmen über genügend Erfahrung mit der Größenordnung einer solchen Anlage hinsichtlich des Sicherheitsaspekts haben, werden sich die Ortsgruppe Rheydt und auch die Fraktion DIE LINKE. Mönchengladbach im Rat und in den verschiedenen Gremien der Stadt weiter befassen.

Die Ortsgruppe Rheydt trifft sich im gewohnten Rhythmus an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Geneickener Bahnhof. Über die Tagesordnung des nächsten Treffens am 04.02.2010 wird frühzeitig informiert

 
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