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Massaker an Afghanen PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 6. September 2009

„Ich spreche allen Menschen, die bei dem schrecklichen, durch die Bundeswehr mitverursachten Massaker in Afghanistan ihre Angehörigen verloren haben, mein Beileid aus. Der Krieg der NATO gegen Afghanistan muss nun schnell beendet, die deutschen Truppen aus dem Land am Hindukusch abgezogen werden“ erklärt Bernhard Clasen, Sprecher der Mönchengladbacher LINKEN und Bundestagskandidat der Mönchengladbacher LINKEN.

Clasen bezieht sich in seiner Erklärung auf einen Vorfall in Afghanistan, als die Bundeswehr die Bombardierung von zwei Tanklastwagen angefordert hatte. Damit hatte die Bundeswehr die Tötung Dutzender Aufständischer angestrebt, den Tod zahlreicher Zivilisten bewusst in Kauf genommen.

Das jüngste von der Bundeswehr mitverschuldete Massaker an Afghanen, so Clasen, zeigt auch: die Bundeswehr führt Krieg in und gegen Afghanistan. Dieser Angriff auf den Tanklastwagen lässt sich nicht einmal mehr mit dem Notwehrargument rechtfertigen.

Wie viele Menschen bei dem Massaker ums Leben kamen, lässt sich schwer sagen, ist man doch weitgehend auf Quellen angewiesen, die von den westlichen Truppen in Afghanistan kontrolliert werden. Die Zahl der Opfer dürfte jedoch die „mehr als 50 Aufständische“, wie sie von der Bundeswehr angegeben wurde, um ein weites übertreffen. Naiv sei, so Clasen, wer glaube, bei dem Massaker seien „nur“ Aufständische getötet worden.

Helmut Schaper

 
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