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Den Nazis den öffentlichen Raum nehmen! PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 18. August 2009

Speak Up LogoPräsent sein,
Zivil-Courage zeigen,
Gegenöffentlichkeit erzeugen,
und am 30.08. demokratisch wählen!

Pressemitteilung von "Speak Up - Argumente gegen Intoleranz" vom 18.08.2009:

Im Rahmen eines spontan organisierten Abendspaziergangs „Rund um Europa – Grenzen aufbrechen“ präsentierte sich erstmals das Bündnis „Speak Up – Argumente gegen Intoleranz“ mit einem Flyer. Unter dem Motto „Machen Sie Ihr Kreuz an der richtigen Stelle!!! Braune in die Tonne!“ will das Bündnis seinen Teil dazu beitragen, dass der NPD und anderen Nazis die Stühle im Mönchengladbacher Stadtrat weggenommen werden. Hauptakteure des Bündnisses sind derzeit die Antifaschistische Aktion MG, die Grüne Jugend Mönchengladbach, R.A.S.H. und Solid/DIE LINKE. MG.

Bundesweit wurden anonym die Faschisten aufgerufen, sich zu so genannten Flash-Mobs* am 17.08 zu treffen, Anlass sollte der 22. Todestag von Rudolf Heß sein. In der im Internet aufgetauchten Liste der über 100 möglichen Orte stand auch der Europaplatz am Mönchengladbacher Hauptbahnhof.
„Lieber einmal zu viel frische Luft schnappen, als den Nazis den öffentlichen Raum überlassen“, dachten sich etwa 70 Demokraten/innen und kamen bunt oder in schwarz, laut oder leise, einzeln oder in der Gruppe zusammen und machten eines klar:
In Mönchengladbach ist kein Platz für Faschisten!
Auch wenn die menschenverachtende Propaganda-Aktion ausblieb, die Gefahr bleibt. Rassismus und Faschismus dürfen gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.

Deswegen will „Speak Up“ da aktiv sein, wo die Nazis aktiv sind. Es will nicht als Konkurrenz zum bestehenden Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen! Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremismus“ verstanden werden, es will eine Lücke schließen:

Aktiv vor Ort eine Gegenöffentlichkeit schaffen, den Nazis den öffentlichen Raum nehmen. Dies wurde am 17. August eindrucksvoll demonstriert. Deswegen rufen die Bündnispartner aus Sozialen Bewegungen und demokratischen Parteien dazu auf:

Am 30. August wählen gehen, und zwar demokratisch!
In Mönchengladbach ist kein Platz für Faschisten,
nehmen wir ihnen die Stühle im Rat weg!


Das Bündnis „Speak Up“ macht in seinem Flyer deutlich, wie die NPD arbeitet. Die NPD-Vertreter im Rat der Stadt glänzen mit Abwesenheit und kassieren dafür über 38.000,- Euro Steuergelder. Unter dem Deckmantel eines so genannten nationalen Sozialismus betreiben sie eine faschistische Politik, die zur Abschaffung der Demokratie führen soll. Und das Gefährliche an der NPD (und anderen rechtsradikalen Parteien) ist ihre doppelte Strategie.
Zum einen verhalten sich die NPD-Leute in den Parlamenten leise, die Bürger/innen nehmen sie schon kurz nach ihrem Einzug gar nicht mehr wahr, ein Prozess der Normalisierung tritt ein. Zum anderen ist die NPD eng vernetzt mit gewaltbereiten Faschisten, vor denen jeder und jede sich in Acht nehmen muss, der möglicherweise „anders“ ist.
Dabei gehen sie gezielt auf aktuelle Jugend-Kultur ein, z. B. mit so genannten Schulhof-CDs. Ob Rock oder Rap, ob kultiges oder stylisches Outfit - sie greifen alles auf. Die Nazis versuchen die Jugend modern anzusprechen und oft können die Eltern das Abdriften ihrer Kinder in eine rechtsradikale Szene gar nicht erkennen.

Torben Schultz
(Mitglied im Bündnis "Speak Up - Argumente gegen Intoleranz")


* Flash-Mobs sind spontan wirkende Aktionen, bei denen sich viele Menschen an einem öffentlichen Ort treffen und alle zur gleichen Zeit das Gleiche, meist etwas Unerwartetes, tun.

 
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