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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen! PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 13. August 2009

Mit einer Erklärung von Martin Heinen fordert die Junge Union den SPD Vorsitzenden Hermann-Josef Krichel-Mäurer auf, sich klar von den Sympathisanten des DDR-Unrechtsregimes zu distanzieren. Heinen ruft ferner dazu auf, DIE LINKE zu ächten, weil sie sich „in unerträglicher Weise als Sympathisant dieses Verbrecherregimes“ präsentiere.

DIE LINKE. Mönchengladbach stellt klar, dass bisher eine Zusammenarbeit der demokratischen Parteien in Mönchengladbach im „Bündnis gegen Rechts“ stattfindet. Mit dabei ist sowohl DIE LINKE, wie auch die CDU. Das Wort Ächtung „ermächtigt jedermann, ihn (den Geächteten) straflos zu töten“ (Quelle Wikipedia). Wir fordern die Junge Union auf jegliche Aufforderungen zu Straftaten zurück zu nehmen und das Bündnis der demokratischen Parteien nicht zu gefährden.

Wer lesen will, kann nachlesen. Von der Erklärung der damaligen SED/PDS vom 16.12.1989, über den Beschluss vom 26.7.1993 zur Offenlegung der politischen Biograhpieen von Mitgliedern, die für Parteiämter oder Wahlmandate kandidieren bis hin zur Erklärung „20. Jahre friedliche Revolution in der DDR“ vom 6.3.2009, in der es heißt: „Bereits unmittelbar nach 1989 beschäftigte sich die PDS, in der viele ehemalige kritische SED-Mitglieder einen Platz gefunden hatten, intensiv mit den Ursachen für die Defizite, für die Verbrechen – einschließlich der Menschenrechtsverletzungen – und für das Scheitern dieses ersten sozialistischen Versuchs.“

Wer sich informieren will, kann auch in der Biographie des Sprechers der Partei DIE LINKE in Mönchengladbach nachlesen, dass dieser in der DDR 1984 verhaftet wurde, als er im Rahmen der Kampagne „Schwerter zu Pflugscharen“ auf dem Alexanderplatz in Berlin demonstrierte.

Wer diffamieren will, der braucht nicht zu lesen. Der muss allerdings aufpassen, dass er nicht mit Steinen im Glashaus schmeißst. Christian Ditfurths Buch „Blockflöten“ verweist anschaulich auf die Rolle der Ost-CDU Mitglieder. Und auch die aktuellen Versuche der beiden CDU Landesvorsitzenden in Thüringen und Sachsen, Dieter Althaus und Stanislaw Tillich, ihre Biographien aus der Zeit ihrer Mitgliedschaft in der Ost-CDU zu „aktualisieren“, sind bezeichnend. Noch am 9.11.1989, dem Tag als die Mauer fiel, forderte Dieter Althaus in einem Brief an den Bezirksausschuss für Jugendweihe, dass die – als sozialistisches Pendant zur Konfirmation gedachte – Zeremonie künftig außerhalb der Schule organisiert werden und „wieder den Inhalt einer marxistisch-leninistischen Weltanschauung haben“ soll. Nur so werde sie für die teilnehmenden Schüler und Eltern „wieder zu einem wahrhaften Schritt, der ihre Überzeugung dokumentiert“.

Und schließlich wurde der Jungen Union in Thüringen verboten, die Behauptung zu verbreiten, Bodo Ramelow (DIE LINKE) hätte behauptet, die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen.

Wir empfehlen der Jungen Union, zu lesen und sich zu informieren. Sich mit der Partei DIE LINKE politisch auseinander zu setzen, und sie an ihren Taten und Forderungen zu messen. Das würde der politischen Kultur in unserer Stadt dienen.

Nicola Schiemann (Sprecherin) & Bernhard Clasen (Sprecher)

 
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