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Montag, 10. August 2009

Am Dienstag, den 4. August 2009, versammelten sich Kinder mit ihren Eltern auf dem Abenteuerspielplatz Oststraße, nicht um dort, wie in den Sommerferien morgens üblich, rumzutollen und mit anderen Altersgenossen eine schöne Zeit zu haben – sondern um gemeinsam für eine neue Spielstätte in der Umgebung zu demonstrieren.

Die Demo

Seit 2006 ringen engagierte Eltern mit der Stadtverwaltung um einen neuen Standort des Abenteuerspielplatzes, da der jetzige Standort der Kreishandwerkerschaft gehört und diese im Frühjahr 2010 ihre Jugendwerkstatt an der Oststraße ausbauen möchte. Bis dahin wird der Abenteuerspielplatz durch mündliche Verträge zwischen Stadt und Kreishandwerkerschaft geduldet. Als ein Standort, der eine dauerhafte Lösung darstellen könnte, kommt ein Gelände zwischen Jenaer- und Korschenbroicher-Strasse in Betracht, jedoch tut sich die Stadtverwaltung mit konkreten Aussagen und Maßnahmen schwer. So wurden über Jahre Kinder und Eltern im Ungewissen gelassen und Anschaffungen in Form von kinder- und jugendgerechten Freizeitgeräten verhindert, da eine nachhaltige Verwendung nicht garantiert werden konnte.

Und so marschierten Kinder, Eltern und Vertreter politischer Parteien (wie z.B. DIE LINKE.) die Bismarck- und Hindenburgstraße entlang, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Demonstration endete in der Stadtverwaltung auf der Aachenerstraße, wo Kinder und Eltern ihre Forderungen und Unterstützerlisten übergaben.

Doch obwohl finanzielle Mittel mit einem Betrag von 600.000 EUR aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung stehen, um den Abenteuerspielplatz nicht nur neu aufzubauen, sondern ihn auch deutlich aufzuwerten, werden Kinder und Eltern wieder einmal vertröstet, indem erst nach den Sommerferien verwaltungsintern geklärt wird , in welchem Umfang mögliche Pläne verwirklicht werden können. Tatsächlich hat jedoch eine baurechtliche Prüfung bereits stattgefunden und deren Ausführung wird letztendlich durch eine CDU geführte Taktiererei gegen die SPD geführte Bezirksvertretung verhindert.

Bernhard Clasen, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE. Mönchengladbach, erklärt: „Es ist vollkommen unverständlich, dass es sich eine Stadtverwaltung zum Thema Freizeiteinrichtungen so einfach macht, indem mündliche Verträge abgeschlossen werden und eher halbherzig als nachhaltig mit den Interessen von Kindern und Jugendlichen unserer Stadt umgegangen wird.“

Erik Jansen Sprecher des Ortsverbandes DIE LINKE. Mönchengladbach-Stadt erklärt dazu: „Hier zeigt sich wieder mal, wie in Mönchengladbach am Elternwillen vorbei und gegen Kinder und Jugendliche regiert wird!“

 
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