Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach
Dienstags bis Freitags
von 10 - 12 und 16 - 18 Uhr
| Gesundheit ist keine Ware |
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| Dienstag, 21. Juli 2009 | |
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![]() Hartmut Wessels: 'Gesundheit ist keine Ware' Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt Gesundheit zu einem Grundrecht jedes Menschen, verstanden als „Zustand des vollkommenen körperlichen, seelischen (geistigen) und sozialen Wohlbefindens des Menschen und nicht nur das frei sein von Krankheit und Gebrechen. Die Erlangung des bestmöglichen Gesundheitszustandes ist eines der Grundrechte eines jeden Menschen ohne Unterschied der Rasse, Religion, des politischen Bekenntnisses, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung“ Ergänzend formuliert die dritte Internationale Konferenz für gesundheitsförderliche Lebenswelten „als Wohlbefinden in körperlicher, seelischer, sozialer und ökologischer [...] Hinsicht. Wohlsein und Unwohlsein bis hin zu Gesundheit und Krankheit sind eng verflochten mit der Lebenswelt, in der wir uns bewegen.“ Lärmbelästigung und Arbeitslosigkeit, schlechte Wohn- und Arbeitsbedingungen sind ebenso krankmachend wie Viren und Karzinome. Gesundheit ist ein Grundrecht, das im Grundgesetz zu verankern ist: Gesund sein ist ein individuelles und ein gesellschaftliches Gut, Krankheit ein individuelles und ein gesellschaftliches Problem. Jeder Mensch muss, unabhängig davon, welchen Beruf er ausübt, über welches Einkommen oder welche materiellen Güter er verfügt, den Anspruch haben, dass die Erhaltung seiner Gesundheit bzw. die Behandlung im Krankheitsfall entsprechend dem Stand der Wissenschaft und so umfassend wie möglich erfolgt. Armut hat nach einer Untersuchung von „Armut und Gesundheit in Deutschland e. V.“ ein erhöhtes Krankheits- und Sterberisiko zur Folge. Kinder die in Armut aufwachsen haben als Erwachsene eine schlechtere Gesundheit. Arbeitslose haben 30 – 80% mehr körperliche Erkrankungen und um 100% erhöhte psychische Leiden im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt. Das Ausmaß der Verarmung in Deutschland verlangt nicht nur nach einem konkreten Maßnahme- Katalog, sondern nach einem grundsätzlichen Umdenken. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein gesundes Leben. Er hat aufgrund seines Menschseins einen unbegrenzbaren Anspruch auf eine optimale Entwicklung und gesundheitliche Versorgung. Leitbild unserer Gesundheitspolitik ist die WHO Definition für eine „Gesunde Stadt“ „Eine gesunde Stadt verbessert kontinuierlich die physischen und sozialen Lebensbedingungen und fördert die Entfaltung gemeinschaftlicher Aktions- und Unterstützungsformen; beides mit dem Ziel die Menschen zur wechselseitigen Unterstützung in allen Lebenslagen zu befähigen und ihnen die maximale Entfaltung ihrer Anlagen zu ermöglichen.“ Deshalb fordert DIE LINKE.
Auch im Gesundheitswesen wächst der Druck neoliberaler Ökonomen durch diverse Reformen, Kliniken und andere medizinische Einrichtungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nicht nach Kriterien der kommunalen Daseinsvorsorge zu Strukturieren. Das Gesundheitswesen soll Marktfähig gemacht werden um hier riesige Profite privat abschöpfen zu können.
Die Linke lehnt diese Politik ab. |
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