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Gesamtschule,weil sie besser ist! PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 21. Juli 2009

Johannes Frommen
Johannes Frommen: 'Der Elternwille muss beachtet und nicht mit Füßen getreten werden. Wir brauchen sofort eine 6. Gesamtschule'
Schwerpunkt: Bildung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Bildung ist Zukunft. Ohne eine gute Schulausbildung werden Möglichkeiten für Berufsausbildung und Studium genommen.

Unser derzeitiges, dreigliedriges Schulsystem wird den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht - das Zeigen auch internationale Vergleiche.
Durch die frühe Aufsplitterung werden gerade HauptschülerInnen in ihren weiteren Chancen behindert, nur wenige bekommen einen Ausbildungsplatz. Später geweckte oder entdeckte Fähigkeiten können nur selten noch Gefördert werden. Das sehen auch die Eltern so und deswegen sind die Anmeldezahlen an den 11 Mönchengladbacher Hauptschulen verschwindend gering.

Leider weigert sich die Stadt Mönchengladbach entsprechende Gesamtschulen bzw. Gesamtschulplätze einzurichten. Die Mehrheitsfraktionen wünschen dies nicht. Jedes Jahr werden ca. 500 Schüler/innen für die Gesamtschule abgewiesen.

Selbstverständlich ist die Gesamtschule nicht das Optimum, sie ist aber derzeit die sinnvollste Alternative zu den Hauptschulen und auch zum Gymnasium. Gerade die G 8 – Variante, also 12 Klassen bis zum Abitur, zeigen Überforderungstendenzen bei den Schüler/innen.

Warum ist die Gesamtschule eine sinnvollere Alternative?

Eltern sind nicht gezwungen, schon im 4. Schuljahr der Grundschule eine oft zu frühe Entscheidung für eine bestimmte Schullaufbahn zu treffen. Es gibt keine Trennung zwischen Haupt-, Real- oder Gymnasialschülern.

Die Kinder werden in der Regel bis zum 10. Schuljahr von zwei Klassenlehrer betreut. Somit kann die Begabungsvielfalt der Kinder gefördert werden.

Es gibt einen ganzheitlichen Lernansatz:
miteinander, voneinander lernen.

Gesamtschulen sind Ganztagsschulen mit Mittagsverpflegung und zahlreichen Freizeitangebote (z.B. Spielausleihe, Café, Disco, Bibliothek, etc.). Des weiteren gibt es eine Förderung im künstlerisch/musischen und im ökologischen Bereich sowie in der Berufsorientierung.

Gezielte Forder- und Fördermaßnahmen für leistungsstarke und schwächere Schüler innen und Schüler ergänzen den Unterricht.

Ab dem 7. Schuljahr lernen Kinder entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen in Grund- und Erweiterungs kursen.

Die Berufsorientierung wird in den Unterricht mit einbezogen und durch Praktika, Projekte und gezielte Beratung unterstützt.

Deshalb fordert DIE LINKE.

  • Wir wollen „eine Schule für alle“ bis zur 10. Klasse mit neuen Lernformen, kleineren Klassen, einer verstärkten Schulsozialarbeit und einer Ganztagsbetreuung.
  • Bis zur Umsetzung der „einen Schule für alle“ verlangen wir den weiteren Ausbau der vorhandenen Gesamtschulen als Ganztagsschulen.
  • Die Zahl der noch vorhandenen zwölf Hauptschulen soll durch teilweise Umwandlung in Gesamtschulen reduziert werden.
  • Ein flächendeckender Vertretungsunterricht für alle Unterrichtsfächer und alle Schulen soll den Unterricht auch bei Krankheit, Schwangerschaft oder anderen unvorhersehbaren Ausfällen von Lehrkräften sicherstellen.
  • Alle Schulen sollen mit hinreichend viel Lehrpersonal in allen Unterrichtsfächern ausgestattet werden.
  • In städtischen Betrieben und Verwaltungen muss eine zehnprozentige Ausbildungsquote eingehalten werden, inklusive einer Übernahmegarantie für die Auszubildenden.
  • In städtischen Betrieben und Verwaltungen sind Praktika zu vergüten; außerdem muss es eine Begründungspflicht geben, wenn PraktikantInnen außerhalb von Pflichtpraktika eingestellt werden.
 
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