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Rechtsextremismus in der Region PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. Juni 2009

Nicht erst seit der Gründung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro MG“ im April 2009, die versucht in Mönchengladbach ein ausländerfeindliches Klima zu schüren, ist Rechtsextremismus ein vielschichtiges und ernstzunehmendes Problem.

Der Aachener Journalist Michael Klarmann beschäftigt sich seit Jahren mit der im Rheinland und am Niederrhein ansässigen rechten Szene und gibt mit seinem Vortrag einen Einblick in deren Strukturen, sowie der rechten Jugendkultur und Rechtsrock.

30.06.2009 Diskussionsrunde mit Michael Klarmann

Dienstag 30. Juni 2009
Beginn: 19:30 Uhr
Haus Erholung
Johann-Peter-Boelling Platz 1
(Abteistraße)
41061 Mönchengladbach

Flyer zur Veranstaltung (PDF)
Plakat zur Veranstaltung (PDF)

Rechtsextremismus in der Region

Wie aktuelle Studien und Statistiken belegen, ist deutschlandweit ein allgemeiner Rechtstrend kaum noch zu leugnen. So zeigen beispielsweise die vom Bundesinnenministerium herausgegebenen Zahlen hinsichtlich rechtsextremistischer Straftaten für das Jahr 2008, dass bereits in den ersten zehn Monaten bundesweit knapp 12000 rechtsextremistisch motivierte Straftaten und damit etwa 30 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum registriert wurden. Darüber hinaus hat eine erst kürzlich veröffentlichte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen ergeben, dass jeder 7. Deutsche Jugendliche zumindest ausländerfeindliche Tendenzen aufweist.
Knapp 5 % der 15- jährigen Jungen hätten sich hiernach in einer Befragung sogar zu einer Mitgliedschaft in einer rechtsextremistischen Gruppe oder „Kameradschaft“ bekannt.

Nicht erst seit der Gründung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro MG“ im April 2009, die versucht in Mönchengladbach ein ausländerfeindliches Klima zu schüren, ist Rechtsextremismus ein vielschichtiges und ernstzunehmendes Problem auch in unserer Region.
Bei „Pro MG“ handelt es sich um eine lokal agierende Untergruppierung der Dachorganisation „Pro NRW“, die im Februar 2007 in Leverkusen ins Leben gerufen wurde und deren Mitglieder zum Teil mit Personen aus dem rechtsextremen Spektrum zusammenarbeiten. So nahmen bereits an mehreren Kundgebungen Neonazis aus dem Umfeld der militanten „Freie Kameradschaften“ teil.
Bereits bei der Gründung von „Pro NRW“ wurde zudem beschlossen als landesweite Regionalpartei sowohl an den Kommunalwahlen 2009, als auch bei der Landtagswahl 2010 „in etlichen NRW-Städten mit wahlkampffähigen Verbänden anzutreten“.
Daher ist es nun höchste Zeit Aufklärungsarbeit zu leisten!

Vita von Michael Klarmann

Michael Klarmann ist seit Mitte 2000 frei schaffender Journalist in Aachen. Artikel, Glossen, Kolumnen, Kurztexte, Analysen, Sachbuchbeiträge in Print- und Onlinemedien. Redaktioneller Mitarbeiter bei Tageszeitungen und Musikmagazinen, zuvor auch bei Stadt- und Fachzeitschriften.

Neben dem Arbeitsschwerpunkt Rechtsextremismus und Rassismus weitere Themengebiete: Linksextremismus; soziale und Friedensbewegung; Musik (Punk, Ska, Rock, regionale Szene).
Zudem als Referent und Berater tätig. Referate u.a. an Schulen, für (Jugend-)Behörden und Stadtverwaltungen, Parteien, Gewerkschaften, Volkshochschulen und Kirchenbildungswerken. Beratend tätig für Redaktionen oder freie Kollegen, u.a. „Rheinische Post“, WDR, Zeitungsverlag Aachen.

 
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