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Aufruf zum "Bildungsstreik am Niederrhein" PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 9. Juni 2009

Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks 2009 hat sich in der Region Niederrhein ein Bündnis aus studentischen und schulischen Interessenvertretungen, aus Politik und Gewerkschaft, aus außerparlamentarischer Opposition und vielen anderen Verbänden gegründet. Auch DIE LINKE. Mönchengladbach und die Jugendorganisation Solid Mönchengladbach waren bei der Gründung im April 2009 mit dabei und rufen jetzt gemeinsam zum "Bildungsstreik am Niederrhein" auf:

Demonstration am 17. Juni 2009 um 14:00 Uhr!
Krefeld Hauptbahnhof (Hinterausgang; Platz der Wiedervereinigung)

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! "Dabei fängt Bildung schon im Kindergarten an und darf nach der Schule, Ausbildung oder Studium nicht aufhören. Bis hin ins hohe Alter ist Bildung keine Ware sondern ein Menschenrecht", so Angelique Schindler von Solid. Doch die Realität sieht anders aus und das ist auch in Mönchengladbach spürbar. Es gibt zu wenige Kindergartenplätze und die ErzieherInnen haben zu wenig Zeit sich intensiv um die Kinder zu kümmern. Noch dazu sind sie Unterbezahlt.
Schulbildung ist zwar auf dem Papier kostenlos, aber nach dem Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie fallen pro Schuljahr und Kind im Durchschnitt 700 bis 800 Euro für deren Schulausbildung an.
Deswegen erhalten Hartz IV EmpfängerInnen eine kleine Unterstützung von 100 Euro als Schulbedarfspaket - jedoch nur bis zur 10 Klasse.
Studierenden werden pro Semester 500 Euro abverlangt, selbst wenn die Hochschule wie die HSNR regelrecht im Geld schwimmt.
Immer mehr Alte Menschen sind von Armut bedroht und können sich die 100 Euro für das FAUST Gasthörer Programm nicht leisten. Dabei ist es auch im Alter wichtig geistig Aktiv zu bleiben und nebenbei senkt es noch die Pflegekosten.

"Diese Beispiele zeigen schon im Ansatz, dass gute Bildung leider nur noch für gutes Geld zu bekommen ist. Soziale Selektion findet in jedem Bildungsbereich und zu jedem Alter statt. Das humanistische Ideal einer zur kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung wird zurückgedrängt. Stattdessen wird Bildung den Bedürfnissen des Marktes angepasst und damit selbst mehr und mehr zur Ware", so Torben Schultz.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass die Auswirkungen wettbewerbsorientierter Entscheidungskriterien verheerend sind. Global sind es die GATS Verträge, in Europa der Bologna-Prozess, die den Kern solcher Reformen bilden. Doch in gewissen Rahmen gibt es auch in Mönchengladbach Gestaltungsspielraum, der genutzt werden muss:

  • Einrichtung eines kommunalen Sozialfonds. Dadurch soll der Eigenanteil an Schulbüchern von Bezieher/innen von Leistungen nach SGB II gedeckt werden.
  • Der Elternwille muss akzeptiert werden und es muss eine 6. Gesamtschule geschaffen werden. Mittelfristiges Ziel ist "eine Schule für alle" bis zur 10. Klasse mit neuen Lernformen, kleineren Klassen, einer verstärkten Schulsozialarbeit und einer Ganztagsbetreuung.
  • Die Hochschulverwaltung soll Studiengebühren vor Ort Abschaffen. In ihren Möglichkeiten sollen die Städte Mönchengladbach und Krefeld darauf einwirken.
  • Außerhalb der Bildungseinrichtungen müssen Bildungshemmnisse abgebaut werden. So sollte freier Internetzugang in der Stadtbücherei für finanzschwache Menschen ermöglicht werden. Weiter muss Kultur-, Sport- und Bildungsarbeit freier Träger gestärkt werden, mehr Förderung der Bürgerhäuser, kleinen Theater, Jugendzentren, Stadtteilbibliotheken, Sportstätten und Musikstätten.

Pressemitteilung vom 08.06.2009 der Partei DIE LINKE. MG und der Jugendorganisation Solid Mönchengladbach zu dem geplanten Bildungsstreik. Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Die Regionale Webseite zum Bildungsstreik:
http://www.bildungsstreik-am-niederrhein.de
Die bundesweite Webseite zum Bildungsstreik:
http://bildungsstreik2009.de/

 
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