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Arbeitslosenstatistik PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 8. Februar 2007

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, um Menschen in Arbeit zu bringen. Die Arbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) als Dienstleister und Vermittler zwischen Stadt und heimischer Wirtschaft trägt sicherlich ihren Teil dazu bei. 

Ein Aufwärtstrend lässt sich aus den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit und dem Jahresbericht der WFMG jedoch nicht herauslesen. Das gleiche gilt für die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Auf 3.995.000 ist die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen (Dezember 2006) gesunken. Die als Trendwende bewertete Zahl berücksichtigt jedoch nicht die folgenden Tatsachen. 1,6 Millionen Menschen befinden sich in staatlich finanzierten Beschäftigungsprogrammen, Qualifizierungsmaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs. Dies erhöht die Zahl der real Beschäftigungslosen auf 5,5 Millionen. Die offizielle Zahl berücksichtigt ferner nicht die Tatsache, dass zunehmend Menschen eine Arbeit haben, aber davon kaum leben können. Nur ca. 20 Millionen Erwerbstätige haben ein Normalarbeitsverhältnis mit 35 – 40 Stunden die Woche. Mittlerweile 11 Millionen Menschen arbeiten in Teilzeit.
Des weiteren ca. 3 Millionen Menschen, die als „erwerbstätig“ gelten, jedoch nur wöchentlich weniger als 15 Stunden arbeiten. Und von dieser Arbeit natürlich nicht leben können. Wird als Ausgangspunkt für eine Bewertung der Zahlen als Stichtag die Einführung der Hartz IV-Gesetzgebung (1.1.2005) genommen, so lassen sich auf den Arbeitsamtsbezirk Mönchengladbach bezogen folgende Tendenzen feststellen.
Offene Stellen werden schneller besetzt. Dies lässt sich zumindest aus dem Vergleich der Zahlen zu den offenen Stellen vermuten. Im Jahresdurchschnitt 2005 gab es 2.176 offene Stellen und im Dezember 2006 waren es nur noch 1.157. Das ist die positive Entwicklung, obwohl es wünschenswert wäre, wenn es mehr offene Stellen geben würde.
Alle anderen Zahlen lassen nicht auf eine Trendwende schließen. Auf den ersten Blick hat sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Januar 2005 von 38.952 auf 37.453 im Januar 2007 verringert, aber wenn die 2.307 Arbeitslosen die im Januar 2007 in einer Arbeitsgelegenheit (den so genannten 1,- € Job) waren und dadurch nicht als Arbeitlose gezählt werden, hinzugezählt werden, dann wären es 39.760 registrierte Arbeitslose. Die Arbeitsgelegenheiten erfüllen so die Funktion der Statistikbereinigung. Noch gravierender stellt sich die Situation bei den langzeitarbeitslosen Menschen (mehr als ein Jahr ohne Beschäftigung) dar. Diese Zahl stieg von 14252 im Januar 2005 auf 17496 im Januar 2007.
Fazit:
Von einer sogenannten Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt kann nicht gesprochen werden. Die statistisch aufgearbeiteten Zahlen weisen keine Senkung der Arbeitslosenzahlen aus. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt weiterhin enorm. Und immer mehr Menschen sind in Arbeit, ohne davon Leben zu können.

Helmut Schaper – Linkes Forum Mönchengladbach 

 
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