Home arrow DIE LINKE. Überregional arrow Aus Land und Bund arrow Bericht Hajo Siemes über den Ostermarsch in BW

DIE LINKE. Überregional

So erreichen Sie uns

Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Montag und Dienstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag und Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Montag und Freitag ist Sozialberatung

Weiterer Kontakt hier

Suche

Bericht Hajo Siemes über den Ostermarsch in BW PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 7. April 2009

Bericht von Hajo Siemes über die Teilnahme am Ostermarsch in Baden-Württemberg und der Demonstration gegen die Nato. (MG, 6.4.09)

Die "Friedenslok", mit der wir von NRW aus nach Kehl gefahren sind, war von „Den Linken" NRW organisiert, umfasste 14 Wagen und war mit ca. 1000 Personen voll besetzt. Es war eine bunte Mischung von Leuten zwischen 14 und 80 Jahren aus unterschiedlichsten Gruppierungen: Die Linken, Die Grüne Friedensinitiative,  Grüne Jugend, unterschiedliche Friedensgruppen, (vom Mönchengladbacher Friedensforum waren 4 Personen dabei) Greenpeace, DGB, DKP, Pax Christi und anderen Gruppen. Alle fuhren gut gelaunt und mit friedlichen Absichten nach Kehl, um gegen die Nato und deren Strategie zu protestieren und zu demonstrieren. Der Zug kam pünktlich in Kehl an. Nach der Ankunft, wurden wir zu einem Sammelplatz in der Nähe des Bahnhofs geleitet. Dort haben wir auf andere TeilnehmerInnen, die mit Bussen anreisten gewartet, um dann ab 12 Uhr uns am "Ostermarsch" mit Ziel "Abschlusskundgebung zum Nato-Gipfel in Straßburg" zu beteiligen. Auf dem Platz, fand eine kurze Auftaktveranstaltung statt. Hierbei hatte ich auch die Möglichkeit, mich mit unserem MdB Christian Ströbele zu unterhalten.  Mit Verzögerung gingen dann über 4000 Menschen los, um über die Rheinbrücke nach Straßburg zu gelangen. Nachdem wir fast eine Stunde durch Kehl unterwegs waren, stoppte der Demonstrationszug  und es sickerte schnell durch, dass die Rheinbrücke versperrt sei. Wir wurden dann über Mikro informiert, dass die Brücke von der Polizei gesperrt worden sei, obwohl vorher der freie Zugang zugesichert war. Dann sickerte es durch, dass auf der anderen Rheinseite ein Feuer gelegt worden sei und die Polizei mit der Demo-Leitung verhandeln würde, um einen Korridor zu schaffen, durch den wir weiter nach Straßburg geleitet werden sollten. Auch Christan Ströbele hat sich an den Verhandlungen beteiligt. Kurz vor der Rheinbrücke ging dann aber nichts mehr und nach wiederum einer Stunde wurde immer klarer, dass man uns nicht durchlassen wollte. So endete dann die Demo für uns auf der deutschen Seite des Rheines mit einer eigenen "Abschlusskundgebung", die so nicht geplant war. Die Stimmung wurde aggressiver, die Leute wurden unruhiger, aber es blieb alles friedlich auf unserer Seite. Wir und auch die Veranstalter waren maßlos enttäuscht, dass wir nicht zur Abschlusskundgebung rüber gehen konnten. Die Veranstalter machten dafür die Hinhaltetaktik der deutschen Polizei verantwortlich. Christan Ströbele sprach davon, dass die Polizei mit unterschiedlichen Argumenten uns nicht immer richtig informiert habe. Wer den ersten Brandsatz an der Brücke auf französischer Seite gelegt hat und warum dies bei einem solchen Aufgebot von Polizei überhaupt möglich war, blieb ungeklärt. Ob und in welchem Ausmaße die Krawalle auf der anderen Seite die Abschlusskundgebung behindert hat, war für uns nicht erkennbar. Es bestand bei uns der Eindruck, dass wir gezielt von Anfang an nicht zur Demo auf der anderen Seite geleitet werden sollten. Der Ostermarsch von Baden-Württemberg, war somit abgekoppelt von der übrigen Demonstration gegen die Nato. Man wollte möglicherweise eine so große Beteiligung an einer Anti-Nato-Demo verhindern. Auch sickerte durch, dass die Polizei durch taktisches Fehlverhalten, Mitschuld an den Ausschreitungen auf französischer Seite hatte. Insgesamt gesehen, war das Aufgebot an Polizei auf deutsche Seite drei Mal so groß wie das der Demonstranten. Und das bei Leuten, die sich ausschließlich friedlich verhalten haben und in dieser Absicht auch gekommen waren, um an der Kundgebung in Straßburg teilzunehmen. Es war ein gutes Gefühl, mit so vielen „Bunten Leuten“ friedlich zu demonstrieren und unseren Unmut über die verfehlte Nato-Politik kundzutun. Leider fehlte für uns der Höhepunkt, die Teilnahme an der Abschlusskundgebung mit den europäischen Friedensfreunden am Ort der Nato-Vollversammlung in Straßburg.

(Wir danken Hajo Siemes von den Grünen Mönchengladbach, das er uns diesen Bericht zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Der Bericht ist auch hier auf der Seite der Grünen veröffentlicht.)

 
< zurück   weiter >