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Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Dienstag
10.30 bis 12.30 und 14.30 bis 16.30 Uhr

Mittwoch bis Freitag
10.00 bis 12.00 und 16.00 bis 18.00 Uhr

Dienstag und Freitag ist Sozialberatung

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Programm zur Kommunalwahl 2009 PDF Drucken E-Mail

Wir wollen Kultur und Sport für Alle!

DIE LINKE. Mönchengladbacher vertritt einen breiten Begriff von Kultur, der die gesamte Arbeits- und Lebensweise der Menschen umfasst. Kultureller Fortschritt bedeutet die Verbesserung von Ernährung, Kleidung, sozialer Sicherung und Wohnverhältnissen. Zu diesem Kulturbegriff gehören neben weniger Arbeitszeit ein mehr an Freizeit, Bildung, Kunstgenuss und Naturerleben, Reisemöglichkeiten und eine höhere Lebenserwartung. Ein selbstbestimmtes Leben mit vielfältigen Möglichkeiten der Entfaltung eigener Interessen und Talente bedeutet kulturelle Vielfalt für alle Menschen.

Der immer stärkere Niedergang der freien Kultur in Mönchengladbach muss endlich ein Ende finden. Es kann nicht sein, dass die etablierte Kultur, die sich erfolglos in Museen und dem Stadttheater austobt, weiterhin Millionenzuschüsse bekommt und jene, die in dieser Stadt für eine Kulturwende kämpfen, mit lächerlichen Beträgen abgespeist oder überhaupt nicht gefördert werden. Dem BIS-Zentrum wurde die Ausstellungskompetenz durch Sperrung eines ganzen Hauses entzogen, dazu verkommt dieses ehemals gut geführte Zentrum für offene Kulturarbeit immer mehr zu einem „Workshopzentrum“ mit einem Veranstaltungssaal, der nicht ausreicht, die Existenz zu sichern. Eine freie Theaterszene ist kaum erkennbar, Literatur liegt am Boden oder findet in spannungslosen Stadtkrimis statt.

Weder Jugendkultur noch Kultur für Senioren oder die Armen dieser Stadt ist auch nur im Ansatz diskutiert und entwickelt worden. Ein Konzept für die kurz-, mittel- oder langfristige Förderung der freien Kulturszene gibt es nicht einmal im Planungsansatz. So zerstört man in einer ganzen Region jedes nichtelitäre Kulturverständnis.

In unserer Gesellschaft sind auch kulturelle Verbesserungen weitestgehend nur mit Geld zu erkaufen. Trotz relativ hoher Ausgaben gelingt es nicht, „Kultur für Alle“ zu organisieren und zu fördern. Insbesondere ältere Menschen mit geringen Renten und Kinder, die von Hartz IV leben, werden Tag für Tag ihrer Chancen auf gesunde Ernährung und gute Bildung beraubt, können sich keine kulturelle Teilhabe leisten.

Die Sanierung öffentlicher Kassen auf Kosten von Kunst und Kultur lehnen wir ab. Kultur ist keine Restgröße, die nach Belieben eine Kürzungsmasse darstellt. Vielmehr muss Kultur als wesentliches Element des Selbstverständnisses Mönchengladbachs begriffen werden.

Deshalb fordert DIE LINKE.

 

  • Ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Rat der Stadt werden Initiativen sein, die Kultur und Sport für alle ermöglichen sollen.
  • Die Schließung und die Verringerung des Angebotes von Bürgerhäusern, kleinen Theatern, Jugendzentren, Stadtteilbibliotheken, Sportstätten und Musikstätten muss gestoppt werden.
  • Die Stadt Mönchengladbach muss Konzepte, bei denen die Menschen Kultur nicht nur als Empfänger erleben, sondern auch selbst Kultur schaffen können, stärker fördern. Hierzu ist die Schaffung eines städtischen Kulturzentrums dringend nötig, das an der Stelle des ehemaligen Schauspielhauses an der Hindenburgstrasse entstehen könnte, statt es den Kommerz- und Profitinteressen des ECE zu opfern.
  • Die Stadt muss ausreichend viele und geeignete Übungsräume und Proberäume – etwa in einem Kulturzentrum - für bildende Künste, Musik, Theater, Bands, Kleinkunst und vieles andere mehr zur Verfügung stellen.
  • In jedem Stadtteil soll ein Bürger- und Kulturzentrum entstehen, das in Ausstattung und Angebot den heutigen Anforderungen genügt. Die Nutzung der Räumlichkeiten muss Vereinen und Bürgerinitiativen kostenlos möglich sein.