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Leistungsvereinbarung zur mobilen Jugendarbeit in Odenkirchen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 7. Februar 2007
Mit der Leistungsvereinbarung zur mobilen Jugendarbeit in Odenkirchen wurde im Rat ein wichtiger Beschluss gefasst, um die Probleme mit Kindern und Jugendlichen anzugehen.

Die Polizei hat angesichts der hohen Kriminalitätsrate bei Kindern und Jugendlichen positiv reagiert. Sie hat Präsenz im Stadtteil gezeigt und hat Täter ermitteln können.
Mit der mobilen Jugendarbeit wird seitens des Jugendamtes auf die problematische Kinder- und Jugendkriminalität durch aufsuchende Tätigkeit und spezielle Angebote für diesen Kreis von reagiert. Das ist gut und auch richtig so. Dabei darf es jedoch nicht bleiben.
Zu dem Beschluss ist festzustellen, daß für diese Arbeit keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt wurden. Die Mittel wurden lediglich umgeschichtet durch die Streichung einer pädagogischen Maßnahme im Römerbrunnen. Die eingeleiteten Schritte sind eine Reaktion auf die bestehenden Misssstände, die unter anderem eine Folge fehlender adäquater Angebote im Stadtteil sind. Jetzt ist die Einleitung prophylaktischer Maßnahmen notwendig, um auf Dauer die Entstehung solcher Missstände zu verhinderten. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. So weist z.B. der Arbeitskreis “Odenkirchener Gespräche” in seinem Zwischenbericht vom Nov. 2006 darauf hin, dass der Kreis der unterversorgten und von Tagesobdachlosigkeit betroffenen Kinder vom Angebot der Nachmittagsbetreuung in Schulen nicht profitieren kann, weil dieser Kreis die Voraussetzungen nicht erfüllt, bzw. den geforderten Beitrag nicht aufbringen kann. Erste prophylaktische Maßnahme muss deshalb sein, diesen Personenkreis – wie früher auch beim Hort – vom Beitrag auszunehmen. Pädagogisch betreute Plätze im Außenbereich – auch Abenteuerspielplätze genannt – haben nachweislich prophylaktische Wirkung. Seit über zehn Jahren weigert sich die Verwaltung, der Aufforderung der Bezirksvertretung Odenkirchen nachzukommen, eine Bedarfsanalyse für einen Abenteuerspielplatz in Odenkirchen zu erstellen. Diese geforderte Erhebung von Daten muss der nächste Schritt in Richtung Prophylaxe sein.
Die Kosten für Erziehungshilfe, Pflegefamilien und Heimunterbringung steigen seit Jahren im Haushalt. Kosten, die im wesentlichen durch fehlende Angebote im Kinder- und Jugendbereich verursacht werden. Deshalb muss jetzt die Wende von der Zahlung für Folgekosten hin zu prophylaktischen Maßnahmen von der Politik eingeleitet werden. Nicht nur im Interesse der Zukunft von Kindern und Jugendlichen, sondern auch wegen der Notwendigkeit der Sanierung des Haushaltes.
Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Rat stehen CDU und FDP für eine solche Weichenstellung in der Verantwortung.

Rolf Flören - LiLO 

 
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