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Armut ist weiblich PDF Drucken E-Mail
Freitag, 20. Februar 2009

zum Internationaler Frauentag 8. März 2009
Weltweit leben überwiegend Frauen in Armut. Diese Tatsache gilt auch für die in Deutschland lebenden Frauen. Kinderarmut und Altersarmut stehen in einem direkten Zusammenhang mit Frauenarmut. Alleinerziehende haben inzwischen das höchste Armutsrisiko.

Armut ist weiblich

Armut bedeutet Krankheit und früherer Tod; bedeutet Verzicht auf gesunde Ernährung; bedeutet verringerte Entwicklungs- und Bildungschancen; sie bedeutet Ausschluss von kulturellen und sportlichen Aktivitäten; seelisch krankmachende Lebensumstände, die eine Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein verhindert; bedeutet Überforderung bei der Erziehung der Kinder und Armut bedeutet auch, dass Würde und Selbstachtung im Alltag oft Fremdworte bleiben.

Die Ursachen sind bekannt:

  • Frauen werden arm, weil sie in prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten:
    Der Zuwachs an Frauenarbeitsplätzen ist fast ausschließlich auf Teilzeitarbeit, 1-Euro-Jobs, Mini-Jobs und Ich-AGs zurückzuführen. Frauen können von diesem Ertrag der Arbeit nicht leben. „Typische Frauenarbeitsplätze“ sind „ungeschützte“ Beschäftigungsverhältnisse. Diese sind zur „Normalarbeit“ geworden. Der Ertrag dieser Arbeit ist lediglich als Zuverdienst zu werten.
  • Frauen werden arm, weil sie als Alleinerziehende leben:
    Der Zugang zur Erwerbstätigkeit der Frauen wird erschwert durch fehlende qualifizierte Betreuung der Kinder.
  • Frauen werden arm, weil sie weniger verdienen als Männer:
    Frauen sind in den unteren Lohngruppen zu finden. Sie verdienen durchschnittlich etwa 25 % weniger als Männer. Ursache hierfür ist, dass auch gut ausgebildete Frauen immer noch als „Zuverdienerinnen“ angesehen werden.
  • Frauen werden arm, weil sich die Benachteiligung im Erwerbsleben auf die Rentenzahlung der Frauen im Alter negativ auswirkt.
    Eine ausreichende Absicherung im Alter kann nur durch eine durchgehende Vollzeitbeschäftigung bei mittlerem Einkommen erreicht werden. Ein lückenloses Berufsleben haben Frauen selten aufzuweisen, da sie ihre berufl iche Tätigkeit unterbrechen, um z.B. die Pflege der Kinder zu gewährleisten.


DER INTERNATIONALE FRAUENTAG ...

... steht in der Tradition des Protestes und des Widerstandes gegen die gravierende Benachteiligung von Frauen.

Im August 1910 wurde auf Initiative von Clara Zetkin die jährliche Durchführung eines internationalen Frauentages beschlossen. Dieser richtete sich gegen die umfassende Ausbeutung der Frauen.

Die zentralen Forderungen der Frauen im Jahre 1921 richteten sich gegen die Kriegsgefahr, sie stimmten für Arbeitsschutzgesetze, für ein Frauenwahlrecht, für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit, für einen Achtstundentag, für ausreichenden Mutterschutz und für die Festsetzung von Mindestlöhnen.

In den Folgejahren wurden weitere Forderungen benannt, die für die Emanzipation der Frauen wesentlich waren, z.B. die Forderung nach Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs.

In den 70 er Jahren wurden Themen angesprochen, die heute noch Gültigkeit haben: Gewalt gegen Frauen, die Situation von Frauen in Forschung und Lehre und das Thema um den § 218.

In den 80er Jahren wurde die Frauen- und Friedenspolitik miteinander verknüpft, da die Forderung nach Frieden und Abrüstung politisch im Mittelpunkt stand. Der Internationale Frauentag wird auch als Aktionstag der Gewerkschaftsfrauen bestätigt und der 8. März sollte in der Zukunft dazu dienen, aktuelle Probleme der arbeitenden Frauen zu diskutieren.

So forderten die Frauen 1985 „Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt“ ein.

1986 forderten sie „Brot und Rosen“.

Im Jahre 2009 gilt es, massiv gegen die skandalöse Armut von Frauen und ihrer Kinder zu protestieren. Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, Entscheidungen zu treffen, die diesen Verhältnissen entgegenwirken, um Armut zukünftig zu verhindern

 


Sie können diesen Text hier als Flyer im PDF Format runterladen.

 

Dieser Text gehört zu der Einladungen zur Kulturveranstaltung zum internationalen Frauentag am 6.3.09 mit dem "Hartz IV-Kabarett MG" (mehr hier) und zum Frauenfrühstück am 8.3.09 (mehr hier).

 

 

 
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