| Ausweichspielstätte Stadttheater: Wurde der Stadtrat getäuscht? |
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| Sonntag, 14. Dezember 2008 | |
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Ein jetzt vorliegendes Gutachten belegt, dass die Kosten für die Bereitstellung des alten Stadttheaters als Ausweichspielstätte bei ca. 590.000 EUR liegen würden. Damit liegen die Kosten extrem unter den 1,8 Millionen EUR, die der Kulturdezernent Dr. Fischer (CDU) in der Hauptausschusssitzung am 10.12.08 bekannt gab. Wobei diese Zahl, so Dr. Fischer, „natürlich“ jedoch noch nicht ganz zu Ende gerechnet worden sei.
In der Sitzung des Rates der Stadt Mönchengladbach am 16.4.2008 beantragten Bündnis 90/Die Grünen, das ehemalige Schauspielhaus als Ausweichspielstätte herzurichten und zu nutzen.
Vorausgesetzt das vorliegende Gutachten hält einer Überprüfung stand, sind die Fakten heute genau umgekehrt. Das Ausweichquartier mit noch nicht gerechneten Kosten über 1,8 Millionen EUR. Das alte Stadttheater bei 590.000 EUR. Augenscheinlich wurde von niemandem in der Stadtverwaltung geprüft, ob mit einer befristeten Ausnahmegenehmigung deutlich geringere Kosten für die Herrichtung des Schauspielhauses als Ersatzspielfläche anfallen würden. Des Weiteren ist die Befassung und die Klärung dieser Problematik durch den zuständigen Dezernenten Herr Dr. Fischer eine Zumutung auf dem Verständnis, dass Verwaltung ein Dienstleistungsunternehmen im Sinne der BürgerInnen unserer Stadt ist. Diese Handlungsweise der Stadtverwaltung wird aus Sicht der LiLO nur dadurch erklärlich, dass vor allen Dingen die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP das alte Stadttheater zugunsten einer Einkaufsgalerie, die zur weiteren Geschäftsschließungen in Rheydt und in den anderen Stadtbezirken führen wird, abreißen wollen. Und alles, was diese Pläne durchkreuzen könnte, wenn auch nur mit einer zeitlichen Verschiebung von einem halben Jahr, nicht geprüft wird. Dafür nehmen diese Kreise dann auch mindestens 1,2 Millionen EUR Mehrausgaben für eine Ersatzspielfläche in Kauf. Zuzüglich den ca. 11 Millionen EUR Subventionen, die dem Betreiber der Einkaufsgalerie in Form von „Stadtreparaturausgaben“ in Aussicht gestellt wurden.
Die LiLO – Gruppe im Rat erklärt, dass sie den fachlichen Auskünften des Baudezernenten in der Sitzung vom 16.4.08 vertraut hat. Sie fühlt sich nun im Nachhinein getäuscht. Helmut Schaper |
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DIE LINKE. MG 

