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Ereignisreiche Versammlung der Ortsgruppe Rheydt PDF Drucken E-Mail
Freitag, 7. November 2008

Das Treffen der Ortsgruppe DIE LINKE. Rheydt am Donnerstag 06.11.08 war diesmal randvoll  mit aktuellen und interessanten Themen. In der aktuellen politischen Viertelstunde befasste sich die Versammlung mit dem Projekt Giesenkirchen 2015, den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie und dem Vorhaben der türkischen Regierung, das Wasser zu privatisieren. Das Schwerpunktthema des Abends, war der lokal ansässige Deutsch-Kurdische Kulturverein Welate Roj, deren Mitglieder zu Gast waren. Sie berichteten über den Verein, seine Ziele und Hintergründe, sowie über die Situation der kurdischen Bevölkerung. Anschließend gab es eine Frage- und Diskussionsrunde zu diesem Thema.

Die Ortsgruppe sagte der Bürgerinitiative „Stoppt Giesenkirchen 2015“ ihre volle Unterstützung zu, wobei deren politische Unabhängigkeit respektiert wird. Eine separate Pressemitteilung zu diesem Thema ist bereits veröffentlicht worden. Des Weiteren solidarisierte sich die Ortsgruppe mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen aus der Metall- und Elektrobranche, die derzeit um eine Erhöhung der Tariflöhne kämpfen. Darüber hinaus wurden Unterschriftenlisten von Ver.di und Attac herumgereicht und zahlreich ausgefüllt, die den Protest gegen das Vorhaben der türkischen Regierung, die Nutzungsrechte für Quellen, Flüsse und Seen im Land im kommenden Jahr an internationale Konzerne zu verkaufen, ausdrückt. „Wasser ist ein Menschenrecht und keine Ware.“ so Sabine Cremer vom Kreisvorstand DIE LINKE. Mönchengladbach „Daher ist eine Privatisierung in diesem Bereich vollkommen inakzeptabel.“

Danach wurde zum Hauptthema des Abends übergegangen. Die kurdischstämmigen Gäste vom Mönchengladbacher Deutsch-Kurdischen Kulturverein Welate Roj und von der in Düsseldorf ansässigen Dachorganisation verschiedener Deutsch-Kurdischer Vereine YEK-KOM berichteten ausführlich und anschaulich über ihre Vereinsarbeit, die hauptsächlich aus Integrationsarbeit und der Pflege ihrer kurdischen Kultur besteht. Sie stellten auch dar, dass die Öffentlichkeitsarbeit für die Vereine schwierig ist, da es ihnen häufig verboten ist, ihre kurdische Herkunft, z. B. durch Flaggen, nach außen zu transportieren. Insgesamt haben Kurdinnen und Kurden und insbesondere Vereinsmitglieder mit Vorurteilen zu kämpfen, die oftmals auf Unwissenheit beruhen. Die Vereine setzen sich dafür ein, dass die hier lebenden Kurdinnen und Kurden als ethnische Minderheit anerkannt werden. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden seitens der Versammlungsteilnehmerinnen und –teilnehmer auch kritische Fragen gestellt. Deren ausführliche Beantwortung durch die Gäste bewies, dass der Eindruck, den man von Menschen und hier von einer ganzen Bevölkerungsgruppe zu haben glaubt, stark vorurteilbehaftet sein kann. „Darum war diese Versammlung ein wichtiger Ansatz.“ so Sabine Cremer weiterhin „Nur wenn man mit den Menschen redet und Dinge kritisch hinterfragt, bekommt man ein klare Vorstellung von den Zusammenhängen und kann sich eine objektive Meinung bilden.“

Die Ortsgruppe Rheydt trifft sich im gewohnten Rhythmus an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Geneickener Bahnhof. Über die Tagesordnung des nächsten Treffens am 04.12.08 wird frühzeitig informiert.

 
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