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Öffentliche Beschäftigung statt Ein-Euro-Jobs PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 22. Juli 2008

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Agentur für Arbeit hat in seiner jüngsten Studie festgestellt, dass die so genannten Ein-Euro-Jobmaßnahmen durchgehend geringe bzw. keine Wirkung in Bezug auf die Integration in den Arbeitsmarkt hat. Vor allen Dingen nicht bei jungen Erwachsenen.

Schlimmer noch: Maßnahmeteilnehmer haben nach Abschluss derartiger Ein-Euro-Jobs noch schlechtere Chancen zur Integration.
http://doku.iab.de/kurzber/2008/kb0208.pdf

Ein-Euro-Jobs sind somit nutzlos und teuer.

Sie kosten der Agentur für Arbeit im Schnitt (Sozialversicherung und Leistungen nach dem SGB II) 860 EUR. Hinzu kommen Kosten in Höhe von 426 EUR, die von der Agentur für Arbeit an den Träger der Ein-Euro-Maßnahme gezahlt werden muss.
Das ergibt die Summe von 1286 EUR für eine Maßnahme, die nur geringe bzw. keine Wirkung in Bezug auf die Integration in den Arbeitsmarkt hat.

Wie sähe denn eine Alternative zu den Ein-Euro-Jobs aus?

Ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit den gleichen Kosten - 1300 EUR brutto - würde Arbeitgeberkosten von 1600 EUR bedeuten. Und einen Nettodverdienst von 951 EUR bei einem Alleinstehenden.
Der Vorteil:
320 EUR gegenüber 180 EUR bei den Ein-Euro-Jobbern würden an Steuern und Sozialabgaben an den Staat  in die Sozialkassen zurück fließen. Der Arbeitslose hätte 145 EUR mehr im Monat. Und was viel wichtiger ist. Er würde mit seinem Job wieder zur Gesellschaft gehören und nicht ausgegrenzt sein. Seine Würde, wäre nicht mehr die eines Langzeitarbeitslosen ohne Perspektive, und würde wieder hergestellt sein.
Weitere Informationen dazu unter www.erwerbslosenforum.de.

Warum wird so ein Vorschlag nicht umgesetzt?

Ein-Euro-Jobs bei Arbeitslosen und Leiharbeit bei Beschäftigten dienen dazu, niedrige Löhne durchzusetzen und die Menschen zu disziplinieren. Sie gehen einher mit der weiteren Aushöhlung von Rechten der ArbeitnehmerInnen wie Kündigungsschutz und Rechte aus dem Betriebsverfassungsgesetz. Die Zustimmung und die Ausweitung derartiger Maßnahmen durch die regierenden Parteien, ob es nun SPD und Grüne oder jetzt SPD und CDU betreiben haben, dient der Durchsetzung des finanzmarktgetriebenen  Kapitalismus, der für seine Erzielung von Maximalprofiten bei der Geldanlage niedrige Löhne, geringe Sozialleistungen und die Zurückdrängung von erkämpften Mitbestimmungsrechten der ArbeitnehmerInnen braucht.
Deshalb helfen auch keine Korrekturen an den bestehenden Gesetzen. Hartz IV muss weg. Die Leiharbeit muss drastische eingeschränkt und die Finanzmärkte müssen reguliert werden, damit keine Profite zu lasten der Allgemeinheit gemacht werden können.

Die Linke hat zu diesen und anderen Bereichen eine Broschüre herausgegeben:
„100 Programmpunkte der LINKEN“
Erhältlich im Büro Burgstraße 4 in 41199 Mönchengladbach oder Bestellung unter
DIE LINKE. KV Mönchengladbach, Postfach 30 10 01, 41191 Mönchengladbach oder
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Weitere Artikel zu Leiharbeit und Mindestlohn finden sie in unserem Themenschwerpunkt "Leiharbeit mit Ihren Steuergeldern?". Auslöser dafür war der Abbau von 180 Stellen bei dem Tiefdruck-Unternehmen Schwann-Bagel (TSB). Schon damals hatte DIE LINKE. MG darauf hingewiesen, dass durch Ausgliederung von Abteilungen in neue Gesellschaften auf dem gleichen Gelände es zu Einstellungen von Mitarbeitern kommt, die wesentlich schlechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen haben und zum Teil auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, die vom Steuerzahler finanziert werden.

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