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Arbeitsplatzabbau bei TSB PDF Drucken E-Mail
Montag, 31. März 2008

Im Neuwerker Tiefdruckunternehmen Schwann-Bagel (TSB) sollen etwa 170 Festangestellte Mitarbeiter entlassen werden. Das wäre ungefähr ein Drittel (ca. 550) der Stammbelegschaft. 

Betroffen sind vor allen Dingen Mitarbeiter der so genannten Weiterverarbeitung (Binderei), in der die vorher gedruckten einzelnen Teile von Katalogen und Zeitschriften  gebunden oder geheftet werden. Laut Geschäftsleitung ist dieser Bereich so defizitär, dass nur noch dieser massive Stellenabbau hilft, um die Arbeitsplätze der Restbelegschaft zu sichern. Nach den bisherigen Plänen sollen diese Arbeiten an andere Firmen vergeben werden.

Damit wird die Politik der Verlagerung des betrieblichen Risikos zu Lasten der Belegschaft fortgesetzt. 2002 hatte TSB noch 1000 Beschäftigte. Nach und nach wurden Mitarbeiter entlassen bzw. Abteilungen in neue Gesellschaften ausgegliedert, die zum Teil den alten Eigentümern gehören und auf dem Gelände von TSB tätig sind. Die dort Beschäftigten, ehemaligen Kollegen von TSB und neu eingestellte Mitarbeiter, haben wesentlich schlechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen. Etliche sind auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen, die vom Steuerzahler finanziert werden.

Hier wird deutlich, dass jeglicher Wettbewerb nur noch zu Lasten der Arbeitnehmer geht. Die Eigner können das Risiko abwälzen. Zu tragen haben es die Kolleginnen und Kollegen und die Gesellschaft.

Helmut Schaper 


Weitere Artikel zu Leiharbeit und Mindestlohn finden sie in unserem Themenschwerpunkt "Leiharbeit mit Ihren Steuergeldern?". Auslöser dafür war der Abbau von 180 Stellen bei dem Tiefdruck-Unternehmen Schwann-Bagel (TSB). Schon damals hatte DIE LINKE. MG darauf hingewiesen, dass durch Ausgliederung von Abteilungen in neue Gesellschaften auf dem gleichen Gelände es zu Einstellungen von Mitarbeitern kommt, die wesentlich schlechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen haben und zum Teil auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, die vom Steuerzahler finanziert werden.

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