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Elternwille endlich akzeptieren PDF Drucken E-Mail
Freitag, 25. Januar 2008

Trotz des geänderten Anmeldeverfahrens bleibt der Wunsch nach einem Gesamtschulplatz ungebrochen. 1171 Kinder wurden an den fünf Gesamtschulen in unserer Stadt angemeldet. Das sind 45% aller Kinder, die auf eine weiterführende Schule gehen. 541 Kinder müssen dieses Jahr abgewiesen werden, weil es nur 630 Plätze insgesamt gibt. 

Seit der Einrichtung der ersten Gesamtschule in Mönchengladbach 1986 verzeichnet diese Schulform steigende Anmeldezahlen. In den letzten Jahren deutlich über 1000. Damit folgen immer mehr Eltern den Erkenntnissen aus der PISA-Studie. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Länder ohne dreigliedriges Schulsystem mit Ganztagsbetrieb am besten abschneiden. In diesen Ländern sind die Differenzierungen beim Schulabschluss solange wie möglich offen. Der Schulabschluss ergibt sich aus der Leistungsbeurteilung am Ende der Schullaufbahn der SchülerInnen und nicht direkt am Anfang. Diese Funktion erfüllt die Gesamtschule in unserem Land.

Trotz dieser gesicherten Erkenntnis kommt für CDU und FDP keine weitere Gesamtschule in Betracht. Der Elternwille wird aus schulideologischen Gründen einfach ignoriert.

Die LiLO fordert die Stadtverwaltung auf, eine Schulplanung zu entwickeln, die dem Elternwillen auf eine Schulform nach ihrer Wahl gerecht wird. Die Missachtung des Elternwillens bei jährlich über 500 Ablehnungen an Gesamtschulen wegen Platzmangel kann nicht länger hingenommen werden. Die Schulplanung soll darlegen, wie über Umwandlungen von Gymnasien bzw. Neubau einer Gesamtschule der Elternwille nach einem Gesamtschulplatz für ihre Kinder Rechnung getragen werden kann.
Die Umwandlung eines Gymnasiums in eine Gesamtschule würde den Schulformwunsch Gymnasium nicht behindern, da es freie Züge an Gymnasien gibt. Auch die Raumsituation an Realschulen könnte durch neue Gesamtschulen entschärft werden. Die derzeitigen Überkapazitäten an Realschulen werden verursacht durch abgelehnte GesamtschülerInnen.

Helmut Schaper 

 
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