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Montag, 21. Januar 2008

Runder Tisch zur Lösung der sozialen Probleme

Die Äußerungen des Ministerpräsidenten von Hessen, Roland Koch (CDU), der mehr Härte im Jugendstrafrecht, insbesondere für Ausländer fordert, stoßen auf immer mehr Ablehnung. 

Mittlerweile haben  innerhalb weniger Tage über 1000 Hochschullehrer, Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Fachkräfte der Jugendhilfe, Polizei und des Jugendstrafvollzugs sich einer Erklärung des Kriminologen Professor Wolfgang Heinz aus Konstanz gegen die „Verschärfungskampagne“ von Roland Koch angeschlossen (http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=989).

Die überproportionale Jugendkriminalität von Ausländern ist vor allem ein soziales Problem, dass mit fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten und mangelnder Zukunftsperspektive zu tun hat. Nur noch ein Viertel der ausländischen 18- bis 21jährigen hat eine Berufsausbildung absolviert. Die Abschaffung dieser sozialen Probleme verringert die Jugendkriminalität, nicht die Verschärfung des Jugendstrafrechtes bis hin zu der Forderung von Herrn Koch, auch Kindern unter 14 Jahre ins Gefängnis zu stecken.

Die Kosten für Resozialisierungsmaßnahmen in Gefängnissen oder in Jugendhilfemaßnahmen übersteigen bei weitem die Kosten, die zur Beseitigung der sozialen Probleme beitragen könnten. In Großbritannien hat jetzt eine Studie belegt, dass selbst bei Kosten von bis zu 6000 EUR monatlich pro jugendlichen Straftäter es nicht zu einer Reduzierung der Rückfallquote kommt.

DIE LINKE hat sich an die Fachöffentlichkeit in Mönchengladbach mit dem Vorschlag nach einem runden Tisch unter Beteiligung von Jugendverbänden, Justiz, Stadtverwaltung und Jugendhilfeeinrichtungen gewandt, um über Maßnahmen zur sprachlichen, schulischen und sozialen Integration vor Ort zu beraten, die Jugendkriminalität verhindern könnte.

Die Stellungnahme der Sprecherin des Kreisverbandes – DIE LINKE – Frau Nicola Schiemann belegt, dass prophylaktische Maßnahmen erfolgsversprechender sind als eine Verschärfung des Jugendstraf- und Zuwanderungsrechts.

Helmut Schaper

 
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