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Barrierefreiheit beginnt im Kopf PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 9. Januar 2008

Der Umgang der Stadtverwaltung mit der fehlenden Barrierefreiheit im Versorgungsamt ist aus Sicht der LiLO ein Skandal. 

Wenn die Stadtverwaltung über die Pressestelle erklären lässt, dass es bisher noch keine Beschwerden gegeben hätte bezüglich des Gebäudes Fliethstraße, dann zeigt das nur, dass die zuständige Fachverwaltung und der dafür zuständige Dezernent nicht bereit waren, das Behinderten-Gleichstellungsgesetz auch konsequent zur Anwendung zu bringen.
Das Behinderten-Gleichstellungsgesetz schreibt die Barrierefreiheit zwingend vor. Es ist schon schlimm genug, wenn in einer humanen Gesellschaft es eines Gesetzes bedarf, um behinderten Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Und erst nachdem der Skandal öffentlich ist, will sich Herr Schmitz vom Gebäudemanagement die Lage noch einmal vor Ort ansehen, um eventuell noch etwas zu verbessern.
Bedeutet das, dass die Verwaltung erst dann reagiert, wenn die Situation durch nichts mehr zu entschuldigen ist?
Seit Mai 2007 sind die Gespräche gelaufen bezüglich der Einrichtung des Versorgungsamtes. Was haben die zuständige Fachverwaltung und der zuständige Fachdezernent seit dem getan, um das Raumprogramm auf Barrierefreiheit hin zu untersuchen. Hat sie untersucht und ist dann zu dem Ergebnis gekommen, dass das neue Versorgungsamt nicht „zu 100 Prozent behindertengerecht“ ist? Gibt es jetzt einen Menschen aus der Verwaltung, der dafür die politische Verantwortung übernimmt, dass andere Menschen durch die Arbeit der Verwaltung in ihren Rechten und Möglichkeiten eingeschränkt wurden?
Dass nun kurzfristig die Möglichkeit geschaffen wird, dass behinderte Menschen zu ihrem Recht kommen, ist das mindeste, was zu erwarten ist. Noch besser wäre eine öffentliche Entschuldigung. Denn diese Menschen wissen, dass sie behindert sind. Die Verwaltung, ihr Dienstleistungsunternehmen, muss es ihnen nicht noch zusätzlich durch Barrieren verdeutlichen.

Helmut Schaper

 
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