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Die Arbeitslosenzahlen sinken – die Probleme bleiben PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 8. Januar 2008

413 Menschen mehr in Mönchengladbach, die gegenüber dem November 2007 eine Arbeitsstelle hatten, sind 413 Menschen, die hoffnungsvoller in die Zukunft schauen können. Das ist eine positive Nachricht.

Doch der Schein trügt. Mit den seit Februar 2007 kontinuierlich sinkenden Zahlen bei den Arbeitslosen wird argumentiert, dass der Aufschwung bei den Menschen ankommt.

Insgesamt gesehen kann jedoch nicht von einer Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt gesprochen werden, weil die Qualität der Jobs – Leiharbeit, Befristung, Minijobs und Ein-Euro-Jobber – nicht für eine dauerhafte Beseitigung der Erwerbslosigkeit spricht.

Der Aufschwung wird sich auch nicht in der Kasse der Kommune bemerkbar machen. Höheren Einnahmen bei den Steuern stehen höhere Ausgaben für EmpfängerInnen von Hartz-IV gegenüber. Bundesweit sind 1,2 Millionen ArbeitnehmerInnen, davon 600.000 Menschen, die Vollzeit arbeiten, auf ergänzende  Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Arm trotz Arbeit!
Perspektivisch werden diese prekären Arbeitsverhältnisse auch zu zusätzlichen Leistungen bei der Grundsicherung führen. Denn die jetzigen geringen Einkommen bedingen zukünftig eine Zunahme der Altersarmut im Rentenalter. Davon geht auch der Vorsitzende des Sachverständigen Beirates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup aus.

Bundesweit wäre die Einführung von Mindestlöhnen in allen Bereichen und Lohnsteigerungen geeignet, um den privaten Konsum anzukurbeln. Untersuchungen belegen, dass dadurch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Mehr als an Niedriglohnarbeitsplätzen verloren gehen, die ohnehin mit Steuergeldern wie bei dem Postzusteller PIN subventioniert werden.
Im kommunalen Bereich sieht die LiLO Möglichkeiten zum Abbau der Arbeitslosigkeit, wenn sich Mönchengladbach am Leitbild der Agenda 21 für die Kommunen orientieren würde. Ein runder Tisch, bestehend aus Stadtverwaltung, ARGE, Verbänden, Unternehmen und Gewerkschaften könnten konkrete kommunale Umsetzungsmöglichkeiten für die Agenda 21 erarbeiten.

Helmut Schaper 

 
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